Details

ISBN/EAN: 978-3-906763-93-4
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Herausgeber:
Alois Haas
Auflage:
1. Auflage 1999
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
666 S.
Format (T/L/B):
3.6 x 22 x 15 cm

Hersteller:
BoD - Books on Demand
info@bod.de
In de Tarpen 42
DE 22848 Norderstedt


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Das Bild Mariens in der Deutschen Mystik des Mittelalters

Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700 29

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Beschreibung

Maria ist der Mensch, dem die unmittelbare Gotteserfahrung - wie wohl keinem anderen - bereits im Leben zuteil wurde. Sie gilt darum allen Menschen, die nach der cognitio Dei experimentalis streben, als Leitbild. Die vorliegende Untersuchung weist den Phänotyp mariologischen Denkens in der gesamten Deutschen Mystik des Mittelalters auf und zeigt, wie sich die zwei ursprünglich separaten Phänomene Maria und Mystik im Laufe der Jahrhunderte immer mehr aufeinander beziehen und gegenseitig beeinflußen. Das Ergebnis dieser Interdependenzen ist die Marienmystik, die Maria als historisch-prototypisches, individuelles Subjekt mystischen Strebens darstellt und zum Imitabile für alle Menschen werden läßt. In Nachahmung Mariens, der prototypischen Mystikerin, kann jeder Mensch Gott erfahren und erkennen - ob affektiv oder spekulativ. In der Imitatio ist Maria nicht als übernatürliches Wesen und sola sine exemplo oder bloßes Gefäß Gottes aufzufassen, sondern als una inter pares, eine unter uns, die uns den Weg zu Gottvater zeigt. Marzena Góreckas Dissertation, eine historisch-deskriptive Bestandaufnahme, behandelt alle wesentlichen Aspekte des Marienbildes und seiner Entwicklung und geht einen innovativen Schritt weiter über die traditionellen Gesichtspunkte der Marienverehrung hinaus.